Schon vor der Schwangerschaft die Keuchhusten-Impfung überprüfen

Der Keuchhusten kann für Neugeborene tödlich sein, um so wichtiger ist es, dass man sich frühzeitig impfen lässt.

Gegen Keuchhusten kann man sich impfen lassen. © Ralf Kalytta - Fotolia.com
Gegen Keuchhusten kann man sich impfen lassen. © Ralf Kalytta – Fotolia.com

Wer plant, ein Baby zu bekommen, sollte unbedingt in seinen Impfpass schauen – denn ansonsten kann sich das später rächen.

Denn als meine Frau und ich erfuhren, dass wir Schwanger sind, hatte uns keiner darüber informiert, dass Keuchhusten (Pertussis) für Babys potenziell sehr gefährlich verlaufen kann.
Erst ein Artikel in einer Zeitung hat mich darauf aufmerksam gemacht, denn dort stand, dass ein Baby an den Folgen von Keuchhusten verstorben ist: Der kleine Jonas starb, weil er noch nicht gegen Keuchhusten geimpft war

Nur Impfen (der Mutter) schützt Babys vor Keuchhusten

Wenn eine Frau vor der Schwangerschaft einmal Keuchhusten durchgemacht hat, ist sie in der Regel auch nur etwa 10 Jahre lang geschützt.
Daher sollten sich Frauen regelmäßig impfen lassen, allerdings ist es derzeit nicht klar, ob ein Nestschutz auch bei Keuchhusten erfolgt.
Dieser Schutz (der sogenannte Nestschutz) soll normalerweise dafür sorgen, dass das Neugeborene etwa 2 Monate mit den nötigen Antikörpern versorgt ist. (Siehe auch: Keuchhusten bei Babys Neue Strategie soll Neugeborene schützen).

Danach ist es wichtig, dass man das Baby frühzeitig impft. In der Regel erfolgt dies 2 Monate nach der Geburt. Bei Keuchhusten handelt es sich um eine Kombinationsimpfung, daher in der Impfdosis sind auch die Vireninformationen für Tetanus und Diphtherie /und oder Kinderlähmung (Polio).
Es handelt sich um eine sogenannte Totimpfung, dass heißt, dass die Impfdosis entweder ganze, abgetötete Erreger, Bruchstücke davon oder nur das Gift enthält.

Die Impfung gegen Keuchhusten hält nicht ewig

Auch wenn man sich einmal impfen ließ, muss man alle 10 Jahre die Impfung auffrischen. Auch wenn man einmal an Keuchhusten erkrankt war, hält der Schutz nicht ewig.

Daher sollte die Impfung alle 10 Jahre aufgefrischt werden.

Der Keuchhusten wird durch Bakterien (Bordetella pertussis) übertragen, diese setzen sich in den Atemwegen fest, dort produzieren sie ein Mittel, welches die Schleimhäute angreift.
Dadurch kommt der Husten zu Stande, gleichzeitig ist die erkrankte Person hoch ansteckend.

Weltweit steigt die Anzahl der Keuchhusten-Infektionen, so auch in Deutschland. Einer der Gründe ist, dass sich immer weniger Menschen impfen lassen und gleichzeitig immer mehr Menschen reisen oder in andere Länder auswandern.
Dadurch ist der sogenannte Herdenschutz nicht mehr so stark vorhanden, mit Herdenschutz ist gemeint, dass eine einzelne Person geschützt ist, weil sich der Rest der Gruppe zum Beispiel impfen ließ.

 

Das Robert Koch-Institut berichte, dass es in Deutschland im Jahr 2016 über 22.000 Erkrankungen mit Keuchhusten gab – dies ist der absolute Höchststand seit Beginn der Meldepflicht.
Leider sind im Jahr 2016 in Deutschland drei Neugeborene an Keuchhusten verstorben, als es noch keine Impfung gab, waren es um die 10.000.

Die Erkrankung

Wenn ein Kind an Keuchhusten erkrankt ist, sollte man auf jeden Fall zum Kinderarzt gehen.
Die ersten Symptome erinnern an eine normale Erkältung, erst später kommt es zu den typischen Hustenanfällen, welche bis zu 40 Mal pro Tag auftreten können und welche vor allem Nachts kommen können.

(Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung, bei Fragen bezüglich Keuchhusten und Schwangerschaft wenden Sie sich bitte umgehend an einen Arzt.
Sollten Sie den Verdacht haben, dass sich Ihr Kind an Keuchhusten infiziert hat, suchen Sie mit diesem so schnell wie möglich einen Arzt (oder Krankenhaus) auf.)

 

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