Immer mehr Eltern stellen ihre Kinder mit Schlafmittel ruhig

Immer mehr Eltern verabreichen ihren Kindern Schlafmittel, um selbst mal wieder Durchschlafen zu können.

Kleinkind und ein Hund schlafen im Bett. © Kristin Gründler - Fotolia.com
(Symbolbild) Kleinkind und ein Hund schlafen im Bett. © Kristin Gründler – Fotolia.com

Im Mittelalter hat man Säuglingen Bier oder Schnaps gegeben, damit diese Nachts schlafen.
Leider findet man heutzutage im Internet Menschen, welche Fragen, welches Medikament man seinem Kind am besten geben sollte, damit dieses die Nacht durch schläft und natürlich die Eltern in Ruhe schlafen können.

Denn darum geht es den Eltern in erster Linie, selbst einmal wieder so richtig durchschlafen, so liest man in diversen Foren zum Beispiel Fragen, wie:

„…ich würde gerne mal wieder acht Stunden schlafen, aber eigentlicch will ich meiner kleinen keine Schlafmittel geben. ..nur mein Körper bricht unter der Müdigkeit zusammen…“

oder auch:

„…was haltet ihr von Schlafmittel bei einem Baby unter 3 Monaten?“

sowie:

„Dies ist meine letzte Option, endlich mal wieder eine Nacht schlafen zu können.“

Wenn man dann einmal kurz im Internet nach „Schlafmittel und Kindern“ sucht, findet man zahlreiche Mittel, viele sind Rezeptfrei erhältlich.
Andere greifen zu anderen Mitteln zurück, so werden Erkältungsmittel oder Hustentropfen verwendet.

Da die Medikamente selten lecker schmecken, werden diese von den Eltern als Zaubertropfen bezeichnet.

Mediziner und Behörden sind alarmiert

In den letzten Jahren hat sich die Verabreichung von Schlafmittel an Kindern leider zu einem traurigen Trend entwickelt, so sieht man sogar schon im Nachmittagsfernsehen, wie den Säuglingen oder Kindern verschiedene Mittelchen eingeflößt werden, damit diese Schlafen.

Zwar sind die Szenen im TV in der Regel gestellt, aber dadurch könnten echte Eltern den Einsatz von Schlafmitteln für eine alltägliche Angelegenheit halten.

Mittlerweile sehen auch schon die Behörden und Mediziner eine gefährliche Entwicklung.

Die Politikerin und studierte Humanmedizinerin Melanie Huml (CSU)  warnt vor den gesundheitlichen Folgen, so können die Mittel psychisch abhängig machen und innere Organe, wie zum Beispiel die Leber und Niere schädigen.

Hermann Josef Kahl (Sprecher vom Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)) sagt:

„Es kann – auch in niedrigen Dosen – zum Atemstillstand kommen.“

Genaue und verlässliche Zahlen gibt es nicht, jedoch scheint es in der heutigen Zeit einfacher zu sein, seinem Kind ein Mittelchen zu geben, als etwas am Alltag zu ändern oder eine andere Lösung zu finden.

Denn die meisten Kinder sind zum Glück gesund und haben einfach nur einen anderen Schlafrhythmus.

Im Umkehrschluss heißt dies, dass die Eltern den Schlaf brauchen und nicht die Kinder.
Daher sollte man in diesem Fall auf die Hilfe von Verwandten zurückgreifen, damit man selbst mal wieder schlafen kann.

Alternativ kommt es darauf an, wie stark das Kind am Tag ausgelastet wird – denn oft reicht schon mehr Bewegung aus.

Falls alles nichts hilft, sollte man sich an einen Kinderarzt wenden, um eventuelle gesundheitliche Probleme auszuschließen.

(Via: Welt.de)

 

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